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Myokine – Die grosse Selbstheilungskraft von unserem Körper

Wer Sport treibt und sich regelmässig bewegt ist gesünder. Hinter dieser Aussage verbirgt sich mehr Wahrheit und wissenschaftliche Erkenntnis als wir vermuten.

2007 entdeckte die dänische Professorin, Frau Beate Pedersen, hormonähnliche Botenstoffe, die Myokine. Bis heute sind über 300 verschiedene Myokine bekannt, man rechnet aber mit einer viel grösseren Anzahl dieser Stoffe.

Myokine werden von unseren Muskeln während der Kontraktion, also in Bewegung, produziert und ausgeschüttet. Je länger oder intensiver man die Muskeln beansprucht, desto mehr dieser hormonähnlichen Substanzen werden produziert. Diese Stoffe haben eine Signalwirkung auf viele verschiedene Stoffwechselvorgänge in unserem Körper. Bis heute sind Wirkungen auf die Muskeln, Leber und das Gehirn erforscht. Sie fördern das Muskelwachstum und erhalten die Struktur und Funktion vom Gehirn.

Interleukin-6 (IL-6) ist das mittlerweile am besten erforschte Myokin. Beanspruchen wir unsere Muskeln, kann die Konzentration im Blut um bis das 100-fache Ansteigen. IL-6 fördert die Aufnahme von Glucose in die Muskeln, stärkt das Immunsystem und wirkt entzündungshemmend.

Prof. Pedersen ist der Überzeugung, dass die Skelettmuskulatur somit nicht nur für die Bewegungen zuständig ist, sondern auch ein wichtiges Stoffwechselorgan des menschlichen Körpers sind.

Der eingangs erwähnte Ratschlag – wer Sport treibt ist gesünder – lässt sich also wissenschaftlich erklären und begründen. Je mehr wir uns bewegen, unsere Muskeln beanspruchen und trainieren, umso mehr Myokine stehen unserem Körper zur Verfügung um sich selbst zu heilen und Erkrankungen vorzubeugen.

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